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Gaibach

Die Konstitutionssäule Die Kreuzkapelle Das Schloss Die Pfarrkirche

"Kleines Dorf – große Baumeister"

Gaibach, das "kleine Dorf", ist in der Tat ein Ort der "großen Baumeister", wenn man bedenkt, dass hier unter anderem der Schöpfer der Würzburger Residenz, Balthasar Neumann, und der bayerische Hofarchitekt Leo von Klenze ihre Spuren hinterlassen haben.

Der Ort, früher selbständige Gemeinde, ist heute ein Ortsteil der Mainschleifenstadt Volkach, die knapp drei Kilometer südlich liegt. Die Ursprünge der Siedlung gehen vermutlich in das 7. oder 8. Jahrhundert zurück, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte Ende des 12. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahrhunderte hatten hier unter anderem die Familie Echter von Mespelbrunn und das Haus Schönborn Besitzungen. Unter den Schönborns – denen noch heute etwa die Hälfte des Grunds in der Gaibacher Gemarkung gehört – entstanden die großen Bauwerke Gaibachs, darunter das Gaibacher Wahrzeichen, die Konstitutionssäule.

Die Konstitutionssäule

Die Konstitutionssäule – in der Leiste oben ganz links – wurde in den Jahren 1821 bis 1828 erbaut. Sie steht auf dem Sonnenhügel am Nordrand des ehemaligen Schlossparks und fällt besonders auf, wenn man sich Gaibach von Volkach her nähert. Franz Erwein von Schönborn war begeistert von der bayerischen Verfassung von 1818 und wollte ihr mit der von Leo von Klenze geschaffenen Säule, die der Trajanssäule in Rom nachempfunden ist, ein Denkmal setzen. Bei der Einweihung war König Ludwig I. anwesend. Im Jahr 1832 fand hier zeitgleich mit dem Hambacher Fest das Gaibacher Fest statt, zu dem sich mehrere tausend demokratisch gesinnte Teilnehmer trafen.

Die Kreuzkapelle

Die kreisrunde Kreuzkapelle liegt nicht weit von der Konstitutionssäule auf dem Sonnenhügel an der Straße von Gaibach nach Kolitzheim. Am Ort der Kapelle hatte sich zuvor schon eine Kapelle befunden. Lothar Franz von Schönborn errichtete einen Neubau, der im Jahr 1700 eingeweiht wurde. Die Orgel der Kapelle ist eine der ältesten noch spielbaren im süddeutschen Raum.

Das Schloss

Die Ursprünge des Gaibacher Schlosses liegen im Mittelalter. Die Familie von Mespelbrunn begann mit dem Bau eines Renaissanceschlosses, das 1608 fertiggestellt wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts ging das Schloss an die Familie Schönborn, die das Gebäude ab dem Ende des 17.Jahrhunderts durch Leonhard Dientzenhofer in ein barockes Schloss umgestalten ließ. Westlich des Schlosses entstand ein barocker Park französischer Prägung. Dieser Park wurde im 19. Jahrhundert in einen englischen Landschaftspark verwandelt (hiervon bestehen heute nur noch letzte Reste; der größte Teil wurde wieder in Ackerland verwandelt). Im gleichen Zug wurde das Schloss klassizistisch umgestaltet. 1820 entstand zu Ehren der bayerischen Verfassung der sogenannte Konstitutionssaal im nordwestlichen Flügel des Schlosses. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Schloss zum Internat des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach.

Pfarrkirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit

In der Ortsmitte liegt gegenüber des Schlosses die Gaibacher Kirche. Friedrich Karl von Schönborn ließ ab 1743 eine neue Kirche errichten, die die frühere Echter-Kirche ablöste. Mit der Planung und Bauaufsicht war Balthasar Neumann bauftragt, die Kirche konnte bereits 1745 eingeweiht werden.